nächstes Gedicht



-------Anmerkung
-----

zurück zum Verzeichnis

Georg Britting
Sämtliche Werke 
- Gedichte aus den zwanziger Jahren -   Band 1   Seite 545
.
© Georg-Britting-Stiftung  - Alle Rechte vorbehalten       zu den Rechten:

Im Isartal

Wie grün ist das Gras!  Wie dick es ist,
Wo der pechschwarze Käfer den Goldkäfer frißt!

Die Augen zu!  Wie weht der Wind kühn!
In meiner Pupille braust noch das Glühn

Des Himmels, und ich seh ihn doch nicht
Und nicht sein blaues, platzendes Licht.

Fern kräht ein unsichtbarer Hahn,
Grell klimpert dazwischen ein Fahrradmann.

Irgendwo brennt um die Welt ein Zaun,
Ein Bretterzaun, aus Brettern braun.

Die Augen auf! Im Isartal
Auf der Wieseninsel!  Ein Pfad, kahl, schmal,

Läuft zu ihr, wo das Gras dick ist,
Wo der pechschwarze Käfer den Goldkäfer frißt.

[1925]
 
 
 
 
 

   .
.. ... ...copiert von www.britting.com