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Georg
Britting
Sämtliche
Werke
- Gedichte
aus den zwanziger Jahren - Band 1 Seite 546
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© Georg-Britting-Stiftung
- Alle Rechte vorbehalten zu
den Rechten:
November
Ja, das ist er, grau wie Schiefer,
Winterhimmel, der sich biegt!
Auf der Ebene vor der Vorstadt
liegt
Der Nebel, dünn, wie Rauch.
Sein Ungeziefer
Jagt der Hund, der Schäferhund,
und bellt.
Und der Schafe stetsbewegte
Rücken
Sind wie Wellen, und der Schwarm
von schwarzen Mücken,
Der im Sommer über ihnen
tanzte, fehlt.
Wie der Bach tönt!
Braune Moose flattern
Auf den kalten Wellen fort,
Und mit weißern Steinen,
glattern
Als im Sommer, tauschen sie
ihr Wort.
In der Grube, im Gebiet
Des gelben Lehmes hüpft
das Männchen,
Rot die Mütze, Zauberhähnchen,
Zirpt den Vers und kräht
das Lied,
Kies, der kollert, übertönt
es:
Ich bin froh, daß niemand
weiß –
Und so flötet es und flennt
es,
Zwerg und Flachsbartwackelgreis:
Daß ich Rumpelstilzchen
heiß!
Pfeift der Wind, das Männchen
kräht
Und die Schafe grasen.
Auf der Straße, abendspät,
Durch die grellen Nasen
Rote Autos blasen.
[1925]
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