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Georg Britting
Sämtliche Werke 
- Gedichte aus den zwanziger Jahren -   Band 1   Seite 548
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Aprilwetter

Tiefer Himmel und Wolkenfetzen und Schnee,
Regen und Wind und Hagel. Jeder Platz ist ein See.

Und dann sind die Wolken weg, alles ist blau,
Der Asphalt glänzt und eine junge Frau

Geht über die Straße, schlägt den Mantel zurück;
Auf Gold hämmert die Straßenbahnglocke ein Stück
Einer süßen Melodie – und im Genick
Spürt sie den Wind veilchenpfotig und sonnenlau.

[1926]
 
 
 
 

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