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Georg Britting
Sämtliche Werke 
- Verstreut veröffentlichte Gedichte -   Band 2   Seite 213
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Winter vor der Stadt

Der Schnee fällt,
Der Wind weht,
Der Hund bellt,
Wenn jemand im Dämmern vorübergeht.

Über das weiße, weite Feld
Stiebt das Silbergeflügel,
Die Vogelscheuche am Waldrand hält
In der Hand einen krummen Prügel.

Auf der Spitze des Prügels hockt
Eine Krähe und schreit.
Der weiße Schnee flaumt und flockt.
Lautlos, unabsehbar weit,
Als ob einer oben wo säße, der brockt
Weißes Zeug die ganze Zeit.

Der Mond kommt, rötlich und kalt.
Die Kirchturmuhr acht Schläge schallt.
Sind die acht Schläge verhallt,
Stumm in der Stille tanzen die Flocken zum Wald.
 
 
 
 
 

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